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11. Mai 2010 | Reden

Ergebnisse des ersten Quartals 2010

Aus den Ausführungen von Dr. Axel C. Heitmann, Vorstandsvorsitzender der LANXESS AG

Meine sehr geehrten Damen und Herren,


ich begrüße Sie herzlich zur Telefonpressekonferenz anlässlich der Veröffentlichung unserer Zahlen zum ersten Quartal.


Wir freuen uns, Ihnen gute Ergebnisse präsentieren zu können. Sie belegen, dass LANXESS – wie angekündigt – ein sehr erfolgreicher Start in das Geschäftsjahr 2010 gelungen ist.


Bevor ich Ihnen die Höhepunkte des Berichtszeitraums erläutere und den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr präzisiere, gebe ich Ihnen einen Überblick über die wesentlichen Finanzdaten des abgelaufenen Quartals:

 

  • Unser Umsatz ist im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um über 50 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gestiegen. Treibende Kraft war dabei vor allem die Nachfrage nach unseren Kautschuk-Produkten in Asien und Lateinamerika.

  • Das EBITDA vor Sondereinflüssen hat sich mit 233 Millionen Euro mehr als verdreifacht.

  • Unsere EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen stieg entsprechend signifikant auf 14,4 Prozent, verglichen mit 6,3 Prozent vor einem Jahr.

  • Und der Konzerngewinn wuchs ebenfalls deutlich auf 104 Millionen Euro nach einem Verlust von 14 Millionen Euro im Vorjahr.


Allerdings müssen wir die hohen Zuwachsraten auch vor dem Hintergrund der sehr niedrigen Basiswerte des ersten Quartals 2009 sehen. Damals erreichte die weltweite Konjunkturkrise ihren Höhepunkt.


Meine Damen und Herren,


wir haben mit diesen Ergebnissen im ersten Quartal eine gute Basis für den weiteren Jahresverlauf gelegt. Es zeigt sich, wie richtig es in den vergangenen Jahren war, das Unternehmen wetterfest aufzustellen. 


Wir haben heute das passende Produkt-Portfolio für die Megatrends Mobilität, Urbanisierung und Wasseraufbereitung.


Vor allem aber zahlt sich jetzt unsere Fokussierung auf die wachsenden Volkswirtschaften der BRIC-Staaten und die gerade dort so wichtigen Megatrends aus.


Insgesamt haben wir beispielsweise unseren Umsatz in der Region Asien/Pazifik auf 376 Millionen Euro gesteigert und damit mehr als verdoppelt. Besonders hohe Zuwächse erzielten wir dabei in China, Indien, Japan und Südkorea.


Wir haben mit den richtigen Produkten, den richtigen Kundenbeziehungen und einem starken Team vor Ort unseren Asien-Anteil auf ein Viertel unseres Gesamtumsatzes ausgebaut. Damit nehmen wir am Asien-Wachstum im vollen Umfang teil.


In der Region Lateinamerika verdoppelten wir ebenfalls unseren Umsatz auf knapp 200 Millionen Euro. Wachstumstreiber war in dieser Region vor allem die hohe Nachfrage nach unseren Hochleistungs-Kautschuken in Brasilien.


Deutliche Zuwächse verbuchten wir mit 35 bzw. 38 Prozent Plus auch in den Regionen EMEA (ohne Deutschland) und Nordamerika. Auch in Deutschland steigerten wir unseren Umsatz, und zwar um 26 Prozent.


Von unseren drei Segmenten erzielte Performance Polymers mit 85 Prozent Umsatzzuwachs auf jetzt 828 Millionen Euro die stärkste Steigerung. Alle vier Geschäftsbereiche des Segments verzeichneten eine stark belebte Nachfrage aus allen wesentlichen Abnehmerbranchen. 


So finden sich unter den 10 LANXESS-Produkten mit den deutlichsten Umsatzsprüngen im Vergleich zum Vorjahresquartal gleich acht Spezialitäten zur Herstellung von Reifen aus den Business Units Butyl Rubber und Performance Butadiene Rubbers. Zwei Produktreihen der Business Unit Semi-Crystalline Products, also Vorprodukte zur Herstellung von Kunststoffen für die Autobranche, verzeichneten ebenfalls sehr deutliche Zuwächse.


Vor allem das Geschäft mit Ersatzreifen sowie der Wiederaufbau der Lagerbestände bei Kunden sorgten für deutlich höhere Kapazitätsauslastungen. Die Business Unit Butyl Rubber beispielsweise produziert an ihrer Kapazitätsgrenze. 


Das EBITDA vor Sondereinflüssen in diesem Segment stieg dementsprechend deutlich um 136 Millionen auf 144 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge betrug 17,4 Prozent nach 1,8 Prozent vor Jahresfrist.


Der Umsatz im Segment Advanced Intermediates stieg um 24 Prozent auf 320 Millionen Euro. Die Business Unit Basic Chemicals profitierte von der stärkeren Nachfrage aus der Auto-, Farben- und Lackbranche sowie vom positiven Portfolioeffekt nach dem Erwerb der Chemieaktivitäten des indischen Unternehmens Gwalior.


Das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments sank um 4 Prozent auf 44 Millionen Euro. Die Marge lag mit 13,8 Prozent um vier Prozentpunkte unter dem Vorjahresergebnis. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf eine schwächere Nachfrage sowohl bei Agro- als auch Pharma-Vorprodukten.


Erfreulich entwickelte sich der Umsatz des Segments Performance Chemicals. Er verbesserte sich um 35 Prozent auf 455 Millionen Euro. Alle Geschäftsbereiche erzielten höhere Verkaufsvolumina als im Vorjahreszeitraum. 


Die stärksten Beiträge zur Ergebnisverbesserung lieferten die beiden Geschäftsbereiche Inorganic Pigments und Rhein Chemie dank gestiegener Nachfrage aus der Bau- und Automobilindustrie. Das EBITDA vor Sondereinflüssen hat sich auf 78 Millionen Euro verdoppelt. Die EBITDA-Marge stieg entsprechend von 11,5 auf 17,1 Prozent.


Meine Damen und Herren,


LANXESS hat im ersten Quartal 2010 nicht nur sehr gute Ergebnisse erwirtschaftet.


Wir haben auch zahlreiche neue Projekte initiiert und damit die Weichen für zusätzliches Wachstum gestellt:


  • An unserem neuen indischen Standort Jaghadia haben wir Anfang März die Produktion von High-Tech-Kautschuk-Chemikalien gestartet. Im vierten Quartal dieses Jahres läuft dort die Produktion von Ionenaustauschern an.

  • Vor wenigen Tagen schlossen wir in China ein neues Joint Venture im Bereich Nitril-Kautschuk mit einem der führenden Anbieter in Asien, der taiwanesischen TSRC, ab.

  • Die Kapazität unseres Compoundier-Betriebs für Hightech-Kunststoffe im chinesischen Wuxi wird bis Mitte nächsten Jahres um fast 50 Prozent auf rund 60.000 Jahrestonnen ausgebaut.

  • In der kommenden Woche findet in Singapur die Grundsteinlegung für unser neues Butylkautschuk-Werk – mit einem Rekordinvestitionsvolumen von rund 400 Millionen Euro und einem geplanten Betriebsstart im Jahr 2013.

  • In Russland legen wir bereits übermorgen bei unserem Tochterunternehmen Rhein Chemie den Grundstein für eine neue Produktionsstätte zu Herstellung von polymergebundenen Kautschukchemikalien und Industrieschmierstoff-Additiven. Damit ist LANXESS in allen vier BRIC-Staaten mit eigener Produktion vertreten.

  • Gleichzeitig expandieren wir an den drei Standorten Dormagen, Orange (USA) und Cabo (Brasilien). Mit einer Investition von 20 Millionen Euro erweitern wir dort unsere Kapazitäten für den Hochleistungs-Kautschuk Neodymium Butadien – kurz NDBR. Und zwar um 50.000 Jahrestonnen.

  • In Deutschland investieren wir darüber hinaus zum einen in Bitterfeld, wo wir für 30 Millionen Euro ein neues Werk zur Entwicklung und Produktion zukunftsweisender Membran-Filtrationstechnologie zur Wasseraufbereitung errichten,

  • und zum anderen in Krefeld-Uerdingen, wo wir für 18 Millionen Euro eine neue High-Tech-Anlage zur Formalin-Produktion bauen.

  • Und nicht zuletzt fließen am Stammsitz Leverkusen 35 Millionen Euro in die Erweiterung unserer Kapazitäten für Chlortoluole, Kresole und deren Derivate, so dass LANXESS jetzt um bis zu 60 Prozent höhere Kapazitäten bei diesen weltweit wichtigen Basischemikalien verfügt.


Zur Stärkung des Agro-Geschäfts von Saltigo haben wir zudem eine wichtige Kooperation vereinbart: Die Schweizer Syngenta, langjähriger Kunde von Saltigo und einer der führenden Hersteller von Pflanzenschutzmitteln weltweit, investiert 50 Millionen Euro in den Bau von neuen Produktionsanlagen bei Saltigo hier in Leverkusen.


Insgesamt fließen in diesem Jahr rund 150 Millionen Euro in den Neubau oder die Erweiterung von Anlagen am Standort Deutschland – von insgesamt 400-430 Millionen, die wir weltweit investieren.


Das alles zeigt:


LANXESS hat mit seinem sehr guten Start ins Jahr 2010 die Grundlage für ein deutlich verbessertes Ergebnis geschaffen. Wir sind optimistisch, was den weiteren Geschäftsverlauf betrifft, und erwarten derzeit für das Gesamtjahr ein EBITDA vor Sondereinflüssen in der Größenordnung von 650 bis 700 Millionen Euro.


Basis für unsere Prognose ist die Erwartung, dass sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld weiter erholen wird. Allerdings dürfte die Entwicklung regional weiterhin unterschiedlich verlaufen. So werden die Regionen Asien/Pazifik sowie Lateinamerika mit Schwerpunkt Brasilien ihren Wachstumstrend des ersten Quartals fortsetzen. 


Ebenfalls weiter erholen werden sich Nordamerika und Europa, allerdings in geringerem Tempo. Hinzu kommen verschiedene Risiken wie nicht zuletzt die überbordende Finanzverschuldung einiger Euro-Länder, das Auslaufen von staatlichen Konjunkturprogrammen und die volatilen Rohstoffpreise.


Bei unseren wichtigsten Kundenindustrien erwarten wir eine weiter steigende Nachfrage. Die deutlichsten Impulse sollten dabei die Automobil- und Reifenindustrie verzeichnen.


Meine Damen und Herren,


LANXESS hat nicht nur den Belastungstest in der Krise gut bestanden, sondern auch die Weichen für langfristiges nachhaltiges Wachstum gestellt.


Vielen Dank für Ihr Interesse.


Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der LANXESS AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.