LANXESS worldwide

Corporate Website en | de

Asia

EMEA

Americas

Interaktive Weltkarte

Hier finden Sie alle Kontakt-Informationen zu den weltweiten LANXESS Standorten.

mehr erfahren
Kontakt

28. Juni 2016 | Reden

Pressekonferenz für die K 2016

Rhein Chemie Additives: „Ein erstklassiger Lösungsanbieter“

Aus den Ausführungen von Dr. Anno Borkowsky, Leiter der Business Unit Rhein Chemie Additives LANXESS AG

Guten Tag, meine Damen und Herren,

vielen Dank, dass Sie zu unserer Pressekonferenz anlässlich der diesjährigen K-Messe gekommen sind.

Ich freue mich, Ihnen heute einen Vorgeschmack auf die großartigen Projekte und Produkte geben zu können, die der neue Geschäftsbereich Rhein Chemie Additives auf der „K“ im Oktober präsentieren wird.

Für uns ist es die erste „K“, seitdem LANXESS Anfang 2015 alle Additiv-Geschäftssparten unter dem Dach Rhein Chemie Additives zusammengefasst hat. Wir profitieren nun von den Synergien, die wir durch den Zusammenschluss geschaffen haben.

ADD – wie wir den Geschäftsbereich abkürzen – erzielte im Jahr 2015 rund 40 Prozent des Umsatzes im Segment Performance Chemicals.

Insgesamt 1.600 Mitarbeiter an 19 Standorten weltweit haben es sich zum Ziel gesetzt, unsere über 5.000 Kunden mit unserem Portfolio von mehr als 4.000 Produkten rundum zufrieden zu stellen.

Weltweit nimmt ADD führende Positionen in vielen seiner Märkte ein. Dies haben wir zum großen Teil den wichtigen Trends der Urbanisierung und Mobilität zu verdanken, die auch weiterhin das Leben der weltweiten Bevölkerung maßgeblich beeinflussen.

Wir haben aber nicht alles auf diese Karten gesetzt.

Denn wir verfügen über ein extrem breites Portfolio an hochwertigen Produkten ... Wir sind in zahlreichen Märkten tätig ... und bedienen eine sehr große Kundenbasis.

Keiner unserer Endmärkte steht für mehr als 20 Prozent unseres Umsatzes, so dass unser Geschäft stabil ist und nur wenig anfällig für Marktschwankungen.

Hinzu kommt, dass unsere zehn größten Kunden weniger als zehn Prozent ... und unsere zehn wichtigsten Produkte nur etwa 20 Prozent unseres Umsatzes ausmachen.

Das liegt daran, dass wir unseren Kunden keine Standardprodukte anbieten, sondern maßgeschneiderte Lösungen, die perfekt auf ihre speziellen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Unser beeindruckendes globales Netzwerk an Produktionsstandorten, Laboren und technischen Kompetenzzentren macht es möglich.

Von Little Rock im US-amerikanischen Bundesstaat Arkansas ... bis nach Qingdao in China: der Geschäftsbereich ADD ist in den weltweit wichtigsten Märkten vertreten.

Die Region Mittlerer Osten, Afrika und Europa – ohne Deutschland – macht den größten Anteil unseres Umsatzes aus ... gefolgt von Nordamerika und der Region Asien-Pazifik, die jeweils rund ein Fünftel zu unserem Umsatz beitragen. In Deutschland werden 13 Prozent ... und in Lateinamerika vier Prozent unseres globalen Umsatzes generiert.

Unser Geschäftsbereich ist in vier Geschäftssparten unterteilt, von denen drei stark auf die weltweiten Polymer-Märkte ausgerichtet sind.

In der Sparte Plastic Additives stellen wir unter anderem Flammschutzmittel, Hydrolyseschutzmittel und phthalatfreie Weichmacher her.

Bei Rubber Additives werden beispielsweise polymergebundene Additive, Trennmittel und Hochleistungs-Heizbälge, so genannte Bladder, für die Reifenherstellung produziert.

Die Geschäftssparte Colorant Additives fokussiert sich auf lösliche Farbstoffe und Pigmente zur Kunststoff-Einfärbung sowie für LCD-Farbfilter, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Unsere vierte Sparte, Lubricant Additives, stellt ebenfalls hervorragende Produkte her, doch ist die K-Messe nicht die passende Veranstaltung, um sie vorzustellen.

Ich möchte Ihnen stattdessen einige ausgewählte innovative Produkte präsentieren, die Rhein Chemie Additives im Oktober zeigen wird.

Beginnen wir mit unserem Produkt Levagard TP LXS 51114.

Unser Geschäftsbereich ist einer der weltweit führenden Hersteller von Phosphorchemikalien und wir suchen kontinuierlich nach Möglichkeiten, unser bereits umfassendes Portfolio um neue und innovative Produkte zu erweitern.

Levagard ist nur das jüngste Beispiel der großartigen Arbeit, die in unseren Forschungs- und Entwicklungszentren geleistet wird.

Die Nachfrage nach halogenfreien Flammschutzmitteln wächst stetig aufgrund der immer strikteren Feuerschutzstandards im Bau- und Automobilsektor sowie in der Elektro-/Elektronikindustrie.

Levagard – eine flüssige halogenfreie Phosphorverbindung – ist ein emissionsarmes Flammschutzmittel, das insbesondere für die Herstellung von Polyurethan-Weichschäumen und Biopolymeren entwickelt wurde.

Es eignet sich besonders für Polyurethan-Anwendungen, bei denen geringe Kernverfärbung und wenig Fogging entscheidend sind ... dabei kann es sowohl in polyether- als auch polyester-basierten Weichschäumen eingesetzt werden.

Neben vielen anderen Anwendungen empfehlen wir Automobilherstellern die Verwendung dieses Additivs für Fahrzeuginnenräume.

Die Gründe liegen auf der Hand. Polyurethan-Weichschäume, die Levagard enthalten, erfüllen die strenge Norm VDA 278 zur Charakterisierung nichtmetallischer Werkstoffe in Kraftfahrzeugen hinsichtlich leichtflüchtiger und kondensierbarer Emissionen.

Zusätzlich enthält Levagard keine der Verunreinigungen oder Rohstoffe, die in der jüngsten „Global Automotive Declarable Substance“-Liste aufgeführt sind.

Unsere Produktentwicklungsteams beschäftigen sich fortwährend nicht nur mit dem Trend zu halogenfreien, emissionsarmen Produkten, sondern unterstützen unsere Kunden auch bei vielen anderen Markt-Trends.

Einer dieser Trends ist die Verwendung von Biopolymeren für technisch hochwertige Anwendungen wie Bauteile und Gehäuse für die Elektrik- und Elektronikindustrie.

Auch für diesen Trend haben wir Levagard TP LXS 51114 entwickelt, das als kombinierter Weichmacher mit Flammschutz in Cellulose-Derivaten und insbesondere in Cellulosetriacetaten eingesetzt werden kann.

Hier wird Levagard bei der Herstellung von Notebook-Displays, LCD-Bildschirmen und Elektronik-Gehäusen verwendet, die eine Brandklassifizierung benötigen.

Wir alle bei ADD sind gespannt, wie sich Levagard in Zukunft entwickeln wird. Wir haben damit ein Additiv entwickelt, das passgenau auf die Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten ist.

Eine weitere Neuheit, die ich Ihnen heute gerne vorstellen möchte, ist wahrlich bahnbrechend: Rhenowave.

Qualität und Kosteneffektivität spielen eine entscheidende Rolle bei der industriellen Herstellung von Gummiprodukten wie Profilen, Dichtungen und Reifenprofilen.

Es ist klar, dass Kautschukverarbeiter immer nach neuen Möglichkeiten suchen, ihre Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, ohne dabei an Qualität einzubüßen.

Wir freuen uns, ihnen nun Rhenowave vorstellen zu können – die neue Lösung zur Prozesskontrolle von Gummimischungen. Die Einführung in ein industrielles Umfeld haben wir an zwei LANXESS-Standorten für die Bladder-Produktion bereits erfolgreich umgesetzt.

Mit Rhenowave können Gummimischungen mittels Ultraschallwellen im Puls-Transmissionsverfahren nun während der Extrusion analysiert werden.

Größere Defekte – wie unzureichend verteilte Füllstoff-Agglomerate in der Gummimischung – werden nun in weniger als einer Sekunde durch die Ultraschallanalyse entdeckt.

Die Daten werden „inline“ während des Produktionsprozesses gesammelt, so dass die Hersteller mit umfassenden Informationen über die Qualität des gesamten Produktionslaufs versorgt werden.

Rhenowave wird am Kopf eines bestehenden Extruders montiert und führt die Messungen volumetrisch ... zerstörungsfrei ... und repräsentativ durch.

Das ist eine deutliche Verbesserung zu herkömmlichen Tests, bei denen zufällig ausgewählte Proben im Labor untersucht werden.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Bereiche ungenügender Mischungsqualität werden umgehend identifiziert und nicht erst im fertigen Produkt. Dadurch können Prozesskorrekturen ohne größere Zeitverzögerungen vorgenommen werden.

Dank Rhenowave können Hersteller umgehend handeln, um ihre Produktqualität gleichmäßig hoch zu halten. Dadurch minimieren sie ihre Ausschussraten ... und senken ihre Produktionskosten.

Allein das ist schon ein erheblicher technologischer Fortschritt, aber wir sind noch einen Schritt weiter gegangen.

Nutzt man Rhenowave in Kombination mit einem Mischaggregat, das kontinuierliches Mischen ermöglicht, und Rhenogran AP – einem Additivpaket, das polymergebundene Gummichemikalien mit einem Marker enthält ... dann kann Rhenowave präzise die Dispersionsgüte von Füllstoffen und Vernetzungschemikalien bestimmen.

Wir nennen das den iCOM-Prozess und setzen ihn bereits in zwei unserer eigenen Anlagen zur Produktion von Bladder Compounds ein. iCOM ermöglicht die Compoundierung, Extrusion und Analyse einer homogenen Gummimischung aus verschiedenen Masterbatches in nur einem Schritt.

Die perfekte Lösung, wenn die Produktion an mehreren Standorten stattfinden soll und die Mischungsbestandteile von außerhalb angeliefert werden.

Mit iCOM bleibt das Rezeptur-Know-how an einem von der Produktion unabhängigen Ort. Lokale Hersteller können damit Produkte höchster Qualität fertigen, egal wann und wo sie benötigt werden.

Auch deshalb nennen wir Rhein Chemie Additives einen erstklassigen Lösungsanbieter.

Ausgezeichnete Technologien ... maßgeschneiderte Produkte ... Spezialitäten ... und zugeschnittene Dienstleistungen ... alles zusammengefasst unter dem Dach von Rhein Chemie Additives.

Wir sehen uns als Vorreiter unserer Branche und freuen uns daher sehr auf den kommenden Oktober.

Verehrte Damen und Herren, vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der LANXESS AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Kontakt

Frank Grodzki

Frank Grodzki
Leiter Allgemeine Presse und Fachpresse

Telefon: +49 221 8885 4043

Fax: +49 221 8885 4994

E-Mail senden

Download