LANXESS worldwide

Corporate Website en | de

Asia

EMEA

Americas

Interaktive Weltkarte

Hier finden Sie alle Kontakt-Informationen zu den weltweiten LANXESS Standorten.

mehr erfahren
Kontakt

24. Juni 2014 | Reden

Dr. Anno Borkowsky am 24. Juni 2014 in Mannheim: 125 Jahre Rhein Chemie

Aus den Ausführungen von Dr. Anno Borkowsky, Geschäftsführer der Rhein Chemie Rheinau GmbH

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
lieber Herr Zachert,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Pensionäre,
sehr geehrte Kunden der Rhein Chemie,
verehrte Gäste aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

 

herzlich willkommen hier im Mannheimer Rosengarten, willkommen bei unserer großen Jubiläumsveranstaltung „125 Jahre Rhein Chemie“!

 

„Die Kunst ist langlebig, das Leben ist kurz.“ Unter diesem treffenden Motto reichte 1885 ein junger Architekt seinen Entwurf bei einem Architekturwettbewerb ein – und gewann!

 

Der Architekt hieß Gustav Halmhuber. Und nach seinen Plänen wurde ein bekanntes Mannheimer Wahrzeichen gebaut und 1889 fertiggestellt, 60 Meter hoch und 19 Meter im Durchmesser – der Mannheimer Wasserturm. Auch er feiert in diesem Jahr also bereits seinen einhundertfünfundzwanzigsten Geburtstag!

 

Ich bin recht sicher, meine Damen und Herren: Dr. Albert Müller und Dr. Hermann Dubois – die beiden jungen Gründer der Rhein Chemie – haben den Wettbewerb und den Bau des Wasserturms auch verfolgt. Schließlich ging es nicht „nur“ um irgendein neues Bauwerk, sondern es ging um eine technische Neuerung, die sichere und verlässliche Trinkwasserversorgung der ganzen Stadt!

 

Aber Müller und Dubois hatten noch etwas anderes im Sinn, auch sie wollten hoch hinaus und selbst etwas „Langlebiges“ schaffen. Noch im selben Jahr setzten sie ihre Idee in die Tat um: Sie gründeten 1889 zunächst in Waldhof ihr eigenes Unternehmen, die Müller & Dubois oHG.

 

Nur ein Jahr später zogen sie schon nach Rheinau um, wo heute noch die Zentrale der Rhein Chemie ist. Die ersten Produkte des jungen „Start-ups“: chlorierte Lösungs- und Reinigungsmittel.

 

Das Beste aber ist: Auch ihre Idee hatte Bestand – bis heute! Wir feiern daher in diesem Jahr eben nicht nur den Geburtstag des Mannheimer Wasserturms, sondern vor allem die Gründung der Rhein Chemie vor 125 Jahren!

 

Während der Wasserturm allerdings bis heute auf seinem angestammten Fleck steht, hat sich Rhein Chemie in den vergangenen 125 Jahren immer wieder neu erfunden, ist gewachsen und hat sich so enorm verändert.

 

Heute ist Rhein Chemie ein echter Global Player!

 

Was sich allerdings nicht geändert hat, ist der strikte Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit – das war fast von Beginn an so, und das zeichnet uns auch heute noch aus!

 

Drei Beispiele aus unserer Firmengeschichte verdeutlichen das:

 

Erstes Beispiel: der für uns enorm wichtige Bereich der hoch-qualitativen Additive und Serviceprodukte für die Kautschukindustrie!  

 

Schon 1902 – nur dreizehn Jahre nach der Eintragung des neuen Unternehmens – erkannten die beiden Gründer bereits das enorme Wachstumspotenzial der Kautschukindustrie.

 

Die damals weltgrößte Automobilfabrik hatten sie ja beinahe „vor der Nase“: die Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik in Mannheim.

 

Carl Benz hatte hier nur drei Jahre vor der Gründung der Rhein Chemie 1886 das erste Automobil erfunden – der Beginn der modernen Mobilität!

 

Das Problem: Die Nachfrage nach Autos stieg in jenen Tagen rasant. Für die Reifen dieser Autos aber benötigte man Naturkautschuk, der immer knapper wurde. Denn der synthetische Kautschuk war zu jener Zeit ja noch nicht erfunden.

 

Müller und Dubois begannen daher mit der Herstellung von Faktis – einem Streckmittel für Naturkautschuk, das noch heute in verschiedensten Produkten zur Anwendung kommt, und erweiterten so das Produktangebot.

 

Da Faktis durch die chemische Umsetzung mit Rapsöl gewonnen wird, war das – wenn Sie so wollen – bereits der Einstieg in die „Grüne Chemie“! Und das war wohlgemerkt nur der Anfang unseres Kautschuk-Engagements.

 

1923 zum Beispiel begann Rhein Chemie mit dem Recycling von Altgummi und anderen Fabrikationsabfällen. Das recycelte Gummi, die sogenannten Regenerate, kommt bei der Herstellung von Schläuchen oder Dichtungen zum Einsatz. Bis hinein in die 1960er Jahre war das ein wichtiges Standbein des Unternehmens, auch in puncto Nachhaltigkeit.

 

Einige Jahrzehnte später dann – Anfang der 1970er Jahre – wurde Rhein Chemie ein Teil der BAYER AG.

 

Noch im selben Jahr begann man mit der Produktion von Rhenogran, polymergebundenen Kautschuk-Additiven. Bis heute ist dieses Produkt ein Bestseller der Rhein Chemie und aus der Kautschukindustrie nicht wegzudenken.

 

Das alles zeigt: Wir haben die Kautschukindustrie geprägt. Und mehr noch: Wir bauen das Kautschukgeschäft immer weiter aus!

 

2011 zum Beispiel haben wir den argentinischen Bladder- und Trennmittelhersteller Darmex übernommen. Heute gilt die Rhein Chemie als weltweit größter unabhängiger Produzent von Bladdern, die zur Herstellung von Reifen unerlässlich sind.

 

Zweites Beispiel: die Entwicklung von Additiven für die Schmierstoffindustrie!

 

Der erfolgreiche Einstieg in diesen Bereich gelang bereits 1956. Schon kurz darauf entwickelten Forscher der Rhein Chemie einen ersten hellen Schwefelträger – auch bekannt als „Hochdruck Additiv für Metallbearbeitungsflüssigkeiten“ –, der auf einem nachwachsendem Rohstoff basierte.

 

Diesem ersten Schwefelträger folgen viele weitere; sie bilden heute eine sehr wichtige Produktgruppe für unser Unternehmen.

 

Und wir setzen weiter Akzente, gerade beim Umweltschutz: So haben wir bereits in den frühen 90er Jahren Komplettformulierungen von Schmierstoffadditiven auf Basis nachwachsender Rohstoffe auf den Weg gebracht.

 

Drittes Beispiel: der Einstieg in die Kunststoffindustrie, und hier besonders die Entwicklung von Stabaxol. Das war 1972.

 

Stabaxol verlängert die Lebensdauer von Kunststoffen, zum Beispiel von Papiersieben oder Schuhsohlen. Das spart Kosten und schont die Umwelt.

 

Im Laufe der Jahre haben wir Stabaxol zu einer sehr bedeutenden Produktgruppe ausgebaut. Eine der jüngsten und wegweisenden Innovationen: die Produktlinie BioAdimide, die wir speziell für den Hydrolyseschutz von Biopolymeren entwickelt haben. Aber das ist eher eine Information für die Chemiker unter uns...

 

Meine Damen und Herren, Meilensteine wie diese gab es in den vergangenen Jahrzehnten noch viele weitere. Eines aber ist gewiss: Innovation und Nachhaltigkeit schreiben wir nach wie vor groß!

 

Heute ist die Rhein Chemie ein weltweit tätiges Unternehmen mit rund 1.100 Mitarbeitern, das über eigene Produktionsstätten in Europa, Asien und Nord- sowie Süd-Amerika verfügt.

 

2004 wurde die Rhein Chemie zur Business Unit der neu gegründeten LANXESS AG – Beginn einer erfolgreichen neuen Verbindung. Heute ist Rhein Chemie eine der am globalsten aufgestellten Business Units des Mutterkonzerns.

 

Und gerade unter dem Dach von LANXESS hat sich Rhein Chemie hervorragend entwickelt – in den vergangenen Jahren konnten wir nahezu jedes Jahr irgendwo auf der Welt neue Anlagen eröffnen, erweitern oder neue Geschäfte akquirieren. Die Liste der Neuerungen ist beeindruckend.

 

Was uns bei Rhein Chemie zudem ganz besonders auszeichnet, ist die Nähe zu unseren Kunden. Denn im Grunde geht es bei uns um weit mehr als „nur“ um Chemie.

 

Wir nehmen diese Wünsche unserer Partner sehr ernst und entwickeln zusammen mit unseren Kunden maßgeschneiderte Produkte, Lösungen und technischen Service vor Ort.

 

Und weil das so ist, ist die Rhein Chemie mittlerweile nicht nur mit eigenen Produktionsstätten fast in der ganzen Welt vertreten.

 

Sondern wir betreiben – und zwar bereits seit 1953 – rund um den Globus auch eigene Labore und Kompetenzzentren, so dass wir schnell und flexibel auf die Wünsche unserer Kunden reagieren und vor Ort individuelle Formulierungen entwickeln können.

 

Kundennähe hat für uns höchste Priorität.

 

Meine Damen und Herren, was die Zukunft der Rhein Chemie angeht, so bin ich nicht nur aus diesem Grund sehr zuversichtlich, dass wir unseren Weg auch weiterhin erfolgreich fortsetzen können und vor allem die Früchte der erfolgreichen Zusammenarbeit mit unserer Mutter LANXESS ernten können.

 

125 Jahre Rhein Chemie – die Geschichte dieser Erfolgsmarke ist noch lange nicht zu Ende!

 

Und das gilt auch mit Blick auf unser soziales und gesellschaftliches Engagement. Auch diese Verantwortung nehmen wir ernst: So haben wir 2012 zum Beispiel das „Chemistry Lab Kautschuk und Gummi“ ins Leben gerufen – ein praxisnahes Unterrichtskonzept, das wir bereits in mehreren Mannheimer Schulen etabliert haben und nun weiter ausbauen.

Heute allerdings wollen wir zunächst kräftig feiern, anstoßen auf das Geleistete und all jenen sehr herzlich danken, die sich der Rhein Chemie verbunden fühlen und ihren Erfolg über Jahre maßgeblich mitgestaltet haben: unseren Kunden und Partnern, den ich vor allem für ihr Vertrauen sehr herzlich danke, und natürlich unseren vielen Pensionären und vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

 

Sie sind der wichtigste Erfolgsfaktor der Rhein Chemie!

 

Meinen ganz herzlichen Dank für Ihren hohen Einsatz und ihr Engagement. Ohne Sie hätten wir die vielen Meilensteine und Erfolge nicht erreichen können – und hätten heute auch nichts zu feiern!

 

Ich bin sicher: Der Mannheimer Wasserturm wird noch lange stehen. So, wie sein Architekt es schon im Entwurf vor 125 Jahren angelegt hat. Und ebenso sicher ist: Auch wir haben noch viele erfolgreiche Jahre vor uns! Ich freue mich darauf!

 

Ebenso freue ich mich nun zunächst aber sehr über das Grußwort von Matthias Zachert, dem CEO von LANXESS. Bitte, Herr Zachert...

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der LANXESS AG beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

Kontakt

Ingo Drechsler

Ingo Drechsler
Leiter External Relations

Telefon: +49 221 888 53790

Fax: +49 221 8885 4994

E-Mail senden

Download