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26. Mai 2010

LANXESS investiert in US-Spezialisten für Biokraftstoffe und Biochemie

  • 10 Millionen US-Dollar-Beteiligung an Gevo
  • Schritt zur Sicherung einer alternativer Rohstoffversorgung
  • Stärkung der Aktivitäten im Bereich „Grüne Chemie“.

LANXESS, der weltweit größte Hersteller von synthetischem Kautschuk, beteiligt sich an dem amerikanischen Biokraftstoff- und Biochemiehersteller Gevo Inc., um in Kooperation Isobuten aus erneuerbaren Ressourcen herzustellen. Durch diese Kooperation wird eine alternative Zugangsmöglichkeit für die Beschaffung von Isobuten, einem wichtigen Rohstoff für die Herstellung von Butylkautschuk, verfolgt.


Isobuten wird üblicherweise in Steamcrackern produziert, die Erdölderivate als Rohmaterial nutzen. Als Alternative dazu entwickelt Gevo ein Fermentierungsverfahren, in dem Mais-Biomasse zur Herstellung der organischen Verbindung Isobutanol eingesetzt wird. Isobutanol ist ein Grundbaustein für die Herstellung von Biodiesel, Biotreibstoff für Jets sowie Kunststoffen, Kautschuk und Fasern.


LANXESS und Gevo werden ihr technisches Know-how einbringen, um Isobuten mittels Dehydratisierung von Isobutanol herzustellen. Forscher der Innovationsabteilung und die Business Unit Butyl Rubber von LANXESS arbeiten gemeinsam an der Optimierung des Dehydratisierungsverfahrens, das sich im Labor bereits bewährt hat. 


„Vor dem Hintergrund volatiler Rohstoffpreise und der Konsolidierung in der petrochemischen Industrie ergibt sich für uns durch diese Investition und Kooperation eine Erweiterung unserer zukünftigen Versorgungsoptionen“, so Axel C. Heitmann, Vorstandsvorsitzender von LANXESS. „Diese Investition unterstreicht zugleich unser Engagement im Bereich „Grüne Chemie“, das für alle Stakeholder zunehmend wichtiger wird.“


LANXESS hat zehn Millionen US-Dollar in das Unternehmen investiert, das in Denver im US-Bundesstaat Colorado ansässig ist. Im Gegenzug erhielt LANXESS eine Minderheitsbeteiligung an Gevo und einen Sitz im Vorstand, den Ron Commander, Leiter der LANXESS Business Unit Butyl Rubber, einnehmen wird.


„Wir freuen uns sehr, dass LANXESS diese strategische Investition in Gevo getätigt hat und schätzen das Vertrauen in unsere Isobutanol-Plattform“, sagt Patrick Gruber, CEO von Gevo. „Wir erwarten, dass dieser erneuerbare Hydrocarbon-Rohstoff zahlreiche Verwendungszwecke innerhalb der Chemiebranche finden wird.“ 


Zu den weiteren namhaften Investoren bei Gevo zählen der französische Öl- und Gaskonzern Total SA und der Virgin Green Fund des Flugliniengründers Richard Branson, ein führender Investor in der Cleantech-Industrie. Gevo arbeitet auch mit renommierten Forschungseinrichtungen wie der University of California in Los Angeles (UCLA) und dem California Institute of Technology zusammen. Das 2005 gegründete Unternehmen beschäftigt 55 Mitarbeiter.


LANXESS ist der zweitgrößte Hersteller von Butylkautschuk der Welt und hat Werke in Sarnia, Kanada, sowie in Zwijndrecht, Belgien. Darüber hinaus investiert das Unternehmen die Rekordsumme von 400 Millionen Euro in ein neues Butylkautschukwerk in Singapur, das im ersten Quartal 2013 den Betrieb aufnehmen soll.


Initiativen für eine „Grüne Chemie“


Seit seiner Gründung im Jahr 2005 hat LANXESS sich stets für nachhaltige Technologien und Verfahren eingesetzt. So hat das Unternehmen beispielsweise in den vergangenen beiden Jahren seine direkten Treibhausgasemissionen weltweit um mehr als 50 Prozent verringert. Darüber hinaus wurde das für Deutschland gesetzte Ziel der Verringerung der Treibhausgasemissionen um 80 Prozent bis 2012 gegenüber 2007 bereits Ende 2009 erreicht. Einen wesentlichen Beitrag hierzu hat die Lachgas-Reduktionsanlage (LARA) von LANXESS am Standort Krefeld-Uerdingen geleistet. Die neue Anlage neutralisiert pro Jahr rund 5.000 Tonnen Distickstoffmonoxid (N2O) – kurz Lachgas. Das entspricht ungefähr 1,5 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten im Vergleich zu 2007.


LANXESS hat Synthesekautschuk und Kautschukadditive entwickelt, die zu einer Optimierung der Kraftstoffeffizienz von Hochleistungsreifen beitragen, ohne dabei jedoch die Sicherheit zu beeinträchtigen. Die Senkung des Kraftstoffverbrauchs reduziert die Freisetzung von Kohlendioxid (CO2) und damit auch die Auswirkungen auf die Umwelt.


Angesichts der steigenden Bevölkerungszahlen und des Klimawandels ist sauberes Trinkwasser in vielen Wachstumsländern zu einer kostbaren Ressource geworden. LANXESS spielt eine führende Rolle bei der Entwicklung innovativer Ionenaustauscherharze, die dazu beitragen, giftige Verunreinigungen wie Schwermetalle und andere Schadstoffe einschließlich Arsen aus dem Trinkwasser zu entfernen.

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2009 einen Umsatz von 5,06 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 14.300 Mitarbeiter in 23 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist an 42 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, Zwischenprodukten und Spezialchemikalien. 



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