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25. Mai 2010

Ausbau des „Aromatenverbundes“

  • Ausbau des Geschäftsbereichs Basic Chemicals für Mono-Chlorbenzol, Kresole und Derivate im ersten Quartal 2010 planmäßig fertig gestellt
  • Rund 35 Millionen Euro in Erweiterung des weltweit einzigartigen Anlagennetzwerks investiert
  • Kapazitäten werden um bis zu 60 Prozent gesteigert

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS stärkt mit dem jetzt fertig gestellten Ausbau seines so genannten Aromatenverbundes den Produktionsstandort Leverkusen. Mit einer Investition von rund 35 Millionen Euro hat der Geschäftsbereich Basic Chemicals das weltweit einmalige Anlagennetzwerk erweitert. In drei Leverkusener Betrieben wurde durch den Ausbau die Produktionskapazität um bis zu 60 Prozent gesteigert. Dafür wurden in den vergangenen 18 Monaten zahlreiche neue Anlagenteile installiert.  Der Fokus der jetzt fertig gestellten Erweiterung liegt auf dem Kapazitätsausbau für Chlortoluole und Kresole. In einem parallel ausgeführten Ausbauschritt wurde zudem die Mono-Chlorbenzol-Herstellung erweitert.


„Die Erweiterung und kontinuierliche Optimierung des Aromatenverbundes ist ein klares Bekenntnis zu unserem weltweit größten Standort in Leverkusen und zum Standort Deutschland“, erklärt Werner Breuers, Vorstandsmitglied der LANXESS AG. „Dieser hoch entwickelte, komplexe Verbund ist jedem Ensemble von Einzelanlagen überlegen, weil er erhebliche Kostenvorteile hinsichtlich Energieverbrauch, Logistik und Infrastruktur bietet. Besonders bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass wir dieses globale Geschäft erfolgreich aus Deutschland heraus betreiben. Um unsere Weltmarktposition auch in Zukunft erfolgreich halten zu können, ist auch künftig eine stetige Steigerung der Produktivität notwendig.“ 


Investition von rund 650 Millionen Euro in Deutschland seit 2005


LANXESS hat seit 2005 insgesamt rund 650 Millionen Euro an seinen deutschen Standorten investiert, davon rund die Hälfte allein in Leverkusen. Zudem plant der Spezialchemie-Konzern in diesem Jahr weitere 150 Millionen Euro in Deutschland zu investieren, davon rund 60 Millionen Euro an seinem Leverkusener Heimatstandort.


Ziel von LANXESS ist es, mit dieser Expansion des Aromatenverbundes das Wachstum der Kunden zu begleiten und ihnen Liefersicherheit zu bieten. „Wir haben trotz der konjunkturellen Abschwächung im vergangenen Jahr den Ausbau vorangetrieben, da ein Großteil dieser Mengenerweiterung vertraglich abgesichert ist. Für unsere Kunden ist eine langfristige Liefersicherheit enorm wichtig“, sagt Hans-Georg Schmitt, Leiter des Geschäftsbereichs Basic Chemicals. 


Aromatenverbund: Anlagennetzwerk mit mehr als 60 Produkten


Der Aromatenverbund von LANXESS ist eine Verbundstruktur aus insgesamt sieben Großbetrieben – größtenteils am Standort Leverkusen – mit weiteren Veredlungsstufen in Krefeld-Uerdingen, Dormagen und Brunsbüttel. Ausgangsbasis des Aromatenverbundes sind die petrochemischen Rohstoffe Benzol und Toluol, die durch verschiedene chemische Reaktionsschritte zu einer Vielzahl von Folgeprodukten weiterverarbeitet werden. Diese mehr als 60 Bausteine spielen für Produkte in allen Bereichen des täglichen Lebens eine große Rolle. So werden sie als wesentliche Ausgangsstoffe unter anderem für Wirkstoffe von Arznei- und Pflanzenschutzmitteln, Parfüm- und Aromastoffen, für Polymere, Papierchemikalien, Farben und Lacke sowie für Pigmente auf der ganzen Welt eingesetzt. Zudem produziert der Geschäftsbereich Basic Chemicals innovative Stabilisatoren, die den Ressourcen schonenden Treibstoff Biodiesel lagerfähig und damit für den Verbraucher verfügbar machen. Große Bedeutung haben Produkte des Aromatenverbundes auch als Alterungsschutzmittel für Kautschuke, mit denen Reifen beispielsweise deutlich länger haltbar gemacht werden und den Geldbeutel der Verbraucher schonen. Aber auch aus der modernen Informations-Technologie sind die Produkte des Aromatenverbundes nicht wegzudenken. Sie spielen in Harzen eine wichtige Funktion beim Bau von Mobiltelefonen und Computern. Produkte des Aromatenverbundes werden darüber hinaus zum Beispiel zur Herstellung von Vitamin E, das unter anderem als Zusatzstoff für Tiernahrung dient, sowie zur Produktion von Menthol eingesetzt. Menthol ist ein wichtiger Bestandteil in zahlreichen Aromen, etwa im Bereich der Mundpflege oder für Kaugummis. Zudem wird es in vielen pharmazeutischen Produkten – etwa zur Kühlung bei schmerzhaften Verletzungen – eingesetzt.


In der einzigartigen Struktur des Aromatenverbundes arbeiten rund 350 LANXESS-Mitarbeiter, die jährlich fast 300.000 Tonnen Produkte herstellen. Besonderer Vorteil dieses integrierten Anlagennetzwerkes: In Leverkusen sind alle Betriebe über Rohrleitungssysteme miteinander verbunden, was zu einer verbesserten Logistik und zu deutlichen Produktivitätsvorteilen gegenüber den Wettbewerbern führt. Die Betriebe in Dormagen, Krefeld und Brunsbüttel sind über Schienen- und Straßentransporte angebunden. Neben dem stofflichen Verbund spielt auch der Energieverbund eine große Rolle bei der Optimierung der eingesetzten Energien. Bereits heute ist ein Großteil der Produkte des Aromatenverbundes im Rahmen der neuen EU-Chemikalienverordnung „Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals“ (REACH) registriert worden. Damit hat LANXESS schon jetzt eine wichtige Grundlage für die zukünftige Produktion von Basischemikalien an seinen deutschen Standorten gelegt.


Moderne Technologien bei aromatischen Verbindungen


Durch den Einsatz moderner Technologien auf dem Gebiet der aromatischen Verbindungen ist LANXESS in der Lage, fast alle Moleküle, die während der chemischen Prozesse entstehen, einzusetzen, weiterzuverarbeiten oder an den Markt abzugeben. „Dank spezieller Katalysatoren haben wir die technischen Möglichkeiten, viele Reaktionen so zu steuern, dass fast ausschließlich vermarktbare Produkte entstehen“, erläutert Schmitt. „Bei der Vermarktung dieser Produkte können wir auf ein globales Vertriebsnetz bauen und unsere fundierten Branchenkenntnisse nutzen. Ein derartiges Marktwissen ist die Grundlage für unseren Erfolg beim Verkauf sämtlicher Produkte.“


Der Geschäftsbereich Basic Chemicals gehört zum Segment Advanced Intermediates, das im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro erzielte. Produktionsstandorte in Deutschland sind neben Leverkusen auch Krefeld, Dormagen und Brunsbüttel. In Deutschland besc


 

 

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2009 einen Umsatz von 5,06 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 14.300 Mitarbeiter in 23 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist an 42 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, Zwischenprodukten und Spezialchemikalien. 



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Mark Mätschke

Mark Mätschke
Leiter Allgemeine Presse und Fachpresse

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Der Spezialchemie-Konzern LANXESS stärkt mit dem jetzt fertig gestellten Ausbau seines so genannten Aromatenverbundes den Produktionsstandort Leverkusen. Mit einer Investition von rund 35 Millionen Euro hat der Geschäftsbereich Basic Chemicals das weltweit einmalige Anlagennetzwerk erweitert. Werner Breuers, Vorstandsmitglied der LANXESS AG (links), und Hans-Georg Schmitt, Leiter des LANXESS-Geschäftsbereichs Basic Chemicals (rechts), stellten das Erweiterungsprojekt vor.

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