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05. März 2018

LANXESS auf der VDI-Tagung „Plastics in Automotive Engineering“, 14. und 15. März 2018, Mannheim, Congress Center Rosengarten

Hightech-Thermoplaste für neue Mobilitätsformen

  • Neue Variante der Kunststoff-Metall-Hybridtechnik
  • Neues Hitzestabilisierungssystem für Polyamid 66
  • Endlosfaserverstärkte Composites der Marke Tepex auf dem Vormarsch

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS tritt auf der VDI-Tagung „Plastics in Automotive Engineering“ in Mannheim unter dem Motto „Hightech-Thermoplastics for Future Mobility“ an. „Neue Mobilitätsformen wie das autonome Fahren, die Elektrifizierung des Fahrzeugantriebs und neue Logistikkonzepte sind ein wichtiges Wachstumsfeld für unsere Polyamide, Polyester und Thermoplast-Composites“, erklärt Dr. Martin Wanders, Leiter der globalen Anwendungsentwicklung im Geschäftsbereich High Performance Materials. „Unsere Entwicklungsarbeit konzentriert sich daher zum Beispiel auf Materialien und Technologien für den strukturellen Leichtbau sowie auf wärmeabführende, flammgeschützte Polyamide und Polyester für hitzebelastete elektrische und elektronische Komponenten. Im Fokus stehen außerdem Polyamide mit hoher thermischer Dauerbeständigkeit“, erläutert Wanders.

Hohlprofile statt Blech

Ein thematisches Highlight auf dem Stand von LANXESS ist die Hohlprofil-Hybridtechnik. Diese neue Prozess- und Leichtbautechnologie für die automobile Großserie ist eine Weiterentwicklung der Kunststoff-Metall-Hybridtechnik. Statt Stahlblech kommen – zusammen mit Polyamid 6 – metallische Hohlprofile mit runden und eckigen Querschnitten zum Einsatz. „Die formstabileren Hohlprofile führen zu Hybridbauteilen, die deutlich torsionssteifer und -fester sind. Großes Anwendungspotenzial sehen wir zum Beispiel bei Bauteilen wie Instrumententafelträgern, die in klassischer Hybridbauweise mechanisch nicht genügend belastbar wären“, sagt Wanders. Der von LANXESS entwickelte Prozess ist ähnlich einfach zu beherrschen wie die klassische Hybridtechnik. Die Investitionen in Anlagen sind gering und die Zykluszeiten so kurz wie beim Standard-Spritzguss. Auf der VDI-Tagung in Mannheim wird ein Demonstrator zu sehen sein, der die Vorzüge der neuen Leichtbautechnik verdeutlicht.

Polyamid 66 bis 230 °C dauerbeständig

Ein Topthema bei LANXESS ist auch die Hitzestabilisierung XTS2 (Extreme Temperature Stabilization). Sie erhöht die thermische Dauerbeständigkeit von Polyamid 66 auf bis zu 230 °C. Wanders: „Wichtige Eigenschaften entsprechender Bauteile – wie Zugmodul, Bruchspannung oder IZOD-Schlagzähigkeit – bleiben selbst bei Dauertemperaturen bis 230 °C auf hohem Niveau erhalten.“ Im Gegensatz zu vielen anderen Thermostabilisierungen weist das neue System keine Stabilisierungslücke zwischen 160 °C und 230 °C auf. XTS2 zielt vor allem auf Anwendungen in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren mit höheren Wirkungsgraden. Erster Vertreter der XTS2-Produktreihe ist ein mit 35 Prozent Glasfasern verstärktes Polyamid 66. Es soll als Durethan AKV35XTS2 vermarktet werden und bietet sich unter anderem zur Herstellung von Luftansaugmodulen mit integriertem Ladeluftkühler an. In Entwicklung sind weiterhin ein Polyamid 66 mit 30 Prozent Glasfasergehalt und ein verstärktes, blasformbares Polyamid 66 für Hohlkörper im Motorraum wie etwa Luftführungsteile.

Elektromagnetisch abschirmende Composites

Ein anderer Fokus des Auftritts von LANXESS liegt auf den endlosfaserverstärkten Thermoplast-Composites der Marke Tepex. Sie gewinnen im strukturellen Leichtbau von Fahrzeugen stark an Bedeutung und sind in immer mehr Serienanwendungen zu finden – so etwa in Trägern von Frontends und Stoßfängern, Bremspedalen, Durchladesystemen und Tankverstärkungen. „Wir sehen auch großes Einsatzpotenzial in Unterböden von Elektrofahrzeugen zum Schutz der Batteriesysteme und in neuen Konzepten für hochintegrierte, in alle Richtungen frei bewegliche Sitze von autonom fahrenden Pkw“, erläutert Henrik Plaggenborg, Leiter Technisches Marketing und Business Development Tepex Automotive. Speziell für Bauteile in elektrifizierten Fahrzeugantrieben entwickelt LANXESS derzeit elektromagnetisch abschirmende Varianten des Verbundwerkstoffs.

Elektromobilität im Fokus

Neue Mobilitätsformen eröffnen Thermoplasten ein breites Anwendungsfeld. LANXESS sieht für seine Hightech-Kunststoffe große Einsatzchancen bei Ladesystemen und Zellhaltern für Batteriesysteme, bei Sensoren und Gehäusen für Elektromotoren sowie in der Infrastruktur der Elektromobilität wie etwa bei Ladesäulen. „Bei autonom fahrenden Automobilen bieten sich Polyester und Polyamide zur Fertigung von Konnektoren und Bauteilen für Displays und Steuergeräte an“, sagt Dr. Anika van Aaken, Projektleiterin New Mobility im Geschäftsbereich High Performance Materials.

Als Exponate zum Thema Elektromobilität wird LANXESS in Mannheim unter anderem Halter aus einem flammgeschützten Polyamid 6 für ein Elektrofahrzeug der Mittelklasse zeigen. Außerdem wird ein Steckergehäuse aus einem halogenfrei flammgeschützten, leichtfließenden Polyamid 6 zu sehen sein, das mit 45 Prozent Glasfasern verstärkt ist.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen einschließlich Annahmen, Erwartungen und Meinungen der Gesellschaft sowie der Wiedergabe von Annahmen und Meinungen Dritter. Verschiedene bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die Ergebnisse, die finanzielle Lage oder die wirtschaftliche Entwicklung von LANXESS AG erheblich von den hier ausdrücklich oder indirekt dargestellten Erwartungen abweicht. Die LANXESS AG übernimmt keine Gewähr dafür, dass die Annahmen, die diesen zukunftsgerichteten Aussagen zugrunde liegen, zutreffend sind und übernimmt keinerlei Verantwortung für die zukünftige Richtigkeit der in dieser Erklärung getroffenen Aussagen oder den tatsächlichen Eintritt der hier dargestellten zukünftigen Entwicklungen. Die LANXESS AG übernimmt keine Gewähr (weder direkt noch indirekt) für die hier genannten Informationen, Schätzungen, Zielerwartungen und Meinungen, und auf diese darf nicht vertraut werden. Die LANXESS AG übernimmt keine Verantwortung für etwaige Fehler, fehlende oder unrichtige Aussagen in dieser Mitteilung. Dementsprechend übernimmt auch kein Vertreter der LANXESS AG oder eines Konzernunternehmens oder eines ihrer jeweiligen Organe irgendeine Verantwortung, die aus der Verwendung dieses Dokuments direkt oder indirekt folgen könnte.

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2016 einen Umsatz von 7,7 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 19.200 Mitarbeiter in 25 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist derzeit an 74 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von chemischen Zwischenprodukten, Additiven, Spezialchemikalien und Kunststoffen. Mit ARLANXEO, einem  Gemeinschaftsunternehmen mit Saudi Aramco, ist LANXESS zudem führender Anbieter für synthetischen Kautschuk. LANXESS ist Mitglied in den führenden Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Sustainability Index (DJSI World und Europe) und FTSE4Good.

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