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19. Oktober 2017

LANXESS auf der VGB-Konferenz „Chemie im Kraftwerk“, 24. - 26. Oktober 2017, Koblenz, Stand 17

Kosteneffiziente, maßgeschneiderte Wasserbehandlung für Kraftwerke

Der Auftritt des Spezialchemie-Konzerns LANXESS bei der diesjährigen Fachkonferenz „Chemie im Kraftwerk“ des VGB PowerTech e. V. und der parallel stattfindenden Fachausstellung vom 24. bis 26. Oktober 2017 in Koblenz steht im Zeichen kosteneffizienter, maßgeschneiderter Lösungen für die Wasseraufbereitung in Kraftwerken. Dabei kann LANXESS seinen Kunden sowohl Ionenaustauscherharze als auch Membranelemente für die Umkehrosmose aus eigener Produktion bieten.

Gerade eine intelligente Kombination dieser beiden Technologien ebnet den Weg für besonders leistungsfähige Lösungen. „Unsere langjährige Erfahrung aus zahlreichen Referenzprojekten zusammen mit unseren hochwertigen Produkten aus den Reihen Lewatit und Lewabrane sind der Schlüssel zum Erfolg. Davon profitieren unsere Kunden, wann immer es um Kühlwasser- und Wasser-/Dampf-Kreisläufe geht“, betont Jean-Marc Vesselle, Leiter des Geschäftsbereichs Liquid Purification Technologies (LPT) von LANXESS.

Energieeffizienz ist Trumpf

In der Fachausstellung zur VGB-Konferenz sind die neuen Membranelemente der Typenreihe Lewabrane RO ULP (Reverse Osmosis – Ultra Low Pressure) das Highlight auf dem LANXESS-Stand. Sie sind für einen Prüfdruck von nur 7,6 bar ausgelegt. Verglichen mit Standardelementen ist somit im Druckrohr ein um 40 Prozent verringerter Betriebsdruck ausreichend, was deutlich niedrigere Energie- und damit Betriebskosten zur Folge hat. „Eine Membran mit hoher Wasserdurchlässigkeit und dadurch bedingt hohen Flussraten, wie wir sie mit Lewabrane RO ULP bieten, trägt außerdem auch nachhaltig zur Senkung der Investitionskosten für die Wasseraufbereitung bei“, betont Alexander Scheffler, der bei LANXESS im Geschäftsbereich LPT das Membrangeschäft verantwortet.

Zudem zeichnet sich die ULP-Membran dadurch aus, dass sie die höchste hydrophile Oberfläche aller Lewabrane-Typen aufweist. Diese Hydrophilie trägt dazu bei, dass sich ein dünner, schützender Wasserfilm auf der Membranoberfläche ausbildet. Das hat zur Folge, dass die Adsorption von organischen Substanzen an die Membran – also das organische Fouling – vermindert auftritt.

Zusätzlich reduzieren die in den Membranelementen eingesetzten ASD-Feedspacer, die Raum für das strömende Wasser zwischen den Membranflächen schaffen, das Fouling. In diesem „Alternating Strand Design“ (ASD) werden unterschiedlich dicke Filamente verwendet, die eine gleichmäßige Wasserüberströmung bewirken und so organischem Bewuchs entgegenwirken. Dies führt zu geringeren Betriebskosten, da weniger Reinigungschemikalien benötigt und längere Intervalle zwischen den Reinigungsvorgängen möglich werden.

Ionenaustausch und Umkehrosmose Hand in Hand

Wie effizient Ionenaustauscherharze und Membranelemente von LANXESS in Kombination eingesetzt werden können, belegt schon seit mehreren Jahren die Aufbereitung des Kesselspeisewassers für das Braunkohle-Großkraftwerk Lippendorf im sächsischen Landkreis Leipzig. Die dort eingesetzten Membranelemente des Typs Lewabrane RO B400 FR zeichnen sich durch lange Lebensdauer, gute Permeatausbeute und Salzrückhaltung bei geringem Energiebedarf aus. Dabei werden zudem ungeladene organische Verunreinigungen weitgehend entfernt, sodass der TOC-Wert (Total Organic Carbon – Gesamter Organischer Kohlenstoff) von bis zu 700 ppm im Rohwasser aus einem benachbarten See auf deutlich unter 0,01 Prozent reduziert werden kann. Typischerweise werden TOC-Werte von etwa 20 ppb im UO-Permeat erreicht, was weit unter dem VGB/EU-Standard bzw. der Empfehlung des US-amerikanischen Electric Power Research Institute von weniger als 100 ppb liegt. Das UO-System produziert täglich bis zu rund 1.200 Kubikmeter Wasser für den Wasser-Dampf-Kreislauf.

Bereits seit rund 15 Jahren werden in Lippendorf zur Behandlung des Kesselspeisewassers vor und nach der Umkehrosmose auch Ionenaustauscherharze aus der Produktpalette Lewatit von LANXESS verwendet. In der Demineralisierungsstufe kommen dabei getrennte Kationen- bzw. Anionenaustauscher zum Einsatz, während die Feinreinigung nach der Umkehrosmose mit einem Mischbettaustauscher erfolgt. Am Ende des Aufbereitungsprozesses liegt die Leitfähigkeit des Kesselspeisewassers bei unter 0,06 µS/cm.

Zuverlässige Auslegung auf praxisnaher Datenbasis

Im Rahmen der VGB-Konferenz hält Uli Dölchow, Anwendungstechniker bei der IAB Ionenaustauscher GmbH Bitterfeld im LANXESS-Geschäftsbereich LPT, am 26. Oktober 2017 den Vortrag „Leistungsbewertung von Umkehrosmose-Membranen unter Verwendung von statistischer Versuchsplanung (DoE) und einer Siliciumdioxid enthaltenden Multi-Ionen-Dosierung“. Er erläutert, wie es mit modernen Methoden der statistischen Versuchsplanung im Labor gelingt, das Verhalten von Membranelementen sehr realistisch zu erfassen. Dabei werden Rohwasser-Testgemische eingesetzt, die außer Kochsalz auch weitere Ionen, etwa Silikat, aber auch Borat, Nitrat und/oder Ammoniak enthalten, um typische Einsatzbedingungen realitätsnah abzubilden. Das Membranverhalten kann sodann über einen weiten pH- und Temperaturbereich hinweg zuverlässig vorausgesagt werden. Dies ermöglich eine punktgenau auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmte Auslegung. „Eine auf die Anforderungen maßgeschneiderte Anlage hilft, Investitionskosten zu senken. Außerdem wird eine rasche Inbetriebnahme ohne aufwendige Nachjustierung möglich. Wir können dem Kraftwerksbetreiber exakt die Lösung bieten, die er benötigt“, erklärt Dölchow.

Dazu fließen alle Erkenntnisse aus diesen Laborversuchen in die von LANXESS entwickelte und ständig aktualisierte Auslegungssoftware LewaPlus ein. Sie wird damit zu einem idealen Werkzeug, insbesondere auch zur Auslegung kombinierter Umkehrosmose- / Ionenaustausch-Systeme für die Wasseraufbereitung.

Für die oben beschriebenen sowie weitere Anwendungen bietet LANXESS ein umfangreiches Sortiment von jeweils speziell zugeschnittenen Ionenaustauschern bzw. Membranelementen. Ausführliche Informationen liefert der Internetauftritt http://lpt.lanxess.de.

Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Mitteilung enthält zukunftsgerichtete Aussagen einschließlich Annahmen, Erwartungen und Meinungen der Gesellschaft sowie der Wiedergabe von Annahmen und Meinungen Dritter. Verschiedene bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die Ergebnisse, die finanzielle Lage oder die wirtschaftliche Entwicklung von LANXESS AG erheblich von den hier ausdrücklich oder indirekt dargestellten Erwartungen abweicht. Die LANXESS AG übernimmt keine Gewähr dafür, dass die Annahmen, die diesen zukunftsgerichteten Aussagen zugrunde liegen, zutreffend sind und übernimmt keinerlei Verantwortung für die zukünftige Richtigkeit der in dieser Erklärung getroffenen Aussagen oder den tatsächlichen Eintritt der hier dargestellten zukünftigen Entwicklungen. Die LANXESS AG übernimmt keine Gewähr (weder direkt noch indirekt) für die hier genannten Informationen, Schätzungen, Zielerwartungen und Meinungen, und auf diese darf nicht vertraut werden. Die LANXESS AG übernimmt keine Verantwortung für etwaige Fehler, fehlende oder unrichtige Aussagen in dieser Mitteilung. Dementsprechend übernimmt auch kein Vertreter der LANXESS AG oder eines Konzernunternehmens oder eines ihrer jeweiligen Organe irgendeine Verantwortung, die aus der Verwendung dieses Dokuments direkt oder indirekt folgen könnte.

LANXESS ist ein führender Spezialchemie-Konzern, der 2016 einen Umsatz von 7,7 Milliarden Euro erzielte und aktuell rund 19.200 Mitarbeiter in 25 Ländern beschäftigt. Das Unternehmen ist derzeit an 75 Produktionsstandorten weltweit präsent. Das Kerngeschäft von LANXESS bilden Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von chemischen Zwischenprodukten, Additiven, Spezialchemikalien und Kunststoffen. Mit ARLANXEO, einem Gemeinschaftsunternehmen mit Saudi Aramco, ist LANXESS zudem führender Anbieter für synthetischen Kautschuk. LANXESS ist Mitglied in den führenden Nachhaltigkeitsindizes Dow Jones Sustainability Index (DJSI World) und FTSE4Good.

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