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Stakeholder Roundtable – „LANXESS und die SDG's"

– CHEMIE NACHHALTIG DENKEN –

Wie LANXESS zur konsequenten Umsetzung der SDGs beitragen kann

Die von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedeten 17 Sustainable Development Goals, die sogenannten SDGs, haben ein übergreifendes Ziel: Die Erde zu einem besseren Ort für alle Menschen zu machen. Aber wie nimmt LANXESS als Unternehmen der chemischen Industrie die Herausforderungen, die in den SDGs verankert sind, konkret auf? Wie eng sind unternehmerische Prioritäten mit den Entwicklungszielen verknüpft? Und an welchen Stellen können die Produkte von LANXESS helfen, die Ziele zu erreichen? Antworten, Anregungen und eine neue Sicht der Dinge lieferte der Round Table „LANXESS und die SDGs“.

Zum offenen Gedankenaustausch trafen sich am 5. Dezember 2018 im LANXESS Tower zahlreiche Vertreter aus Institutionen, Verbänden, Hochschulen und dem Kapitalmarkt mit Fachleuten unterschiedlicher LANXESS-Geschäftsbereiche. 
Ideen präsentieren, Standpunkte diskutieren und Botschaften formulieren: Das Stakeholder Round Table-Gespräch brachte erneut interessierte und kompetente Menschen an einen Tisch, um herauszufinden, wie das unternehmerische Handeln von LANXESS von Gesellschaft, Wissenschaft und Finanzwelt wahrgenommen wird. Aber auch, welche Wünsche, Erwartungen und Anforderungen von außen an LANXESS und die Chemieindustrie insgesamt gestellt werden.

Verantwortung übernehmen

Die Dimension der SDGs ist beeindruckend groß – und schafft Leitplanken für die Zukunft einer Gesellschaft, die von Globalisierung geprägt sein wird. Unter den fünf Leitthemen Menschen, Erde, Wohlstand, Frieden und Partnerschaften versammeln sich insgesamt 17 Global Goals und ihre 169 Unterziele – unterteilt in 107 inhaltliche Zielsetzungen und 62 Umsetzungsmaßnahmen.
In einem offenen Austausch präsentierten und diskutierten Wissenschaftler, Experten und Führungskräfte, wie sich aus ihrer Sicht die Welt verändern muss – wie Menschen und Unternehmen Verantwortung im Sinne der SDGs übernehmen können.

Auf dem spannenden Programm des LANXESS-Round Table standen zahlreiche Impulsreferate und Präsentationen, die deutlich machten, dass Veränderungen und konstruktiver Weitblick bei der SDG-Umsetzung gefragt sind. Einhellige Meinung aller Teilnehmer: Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen – auch ohne rechtliche Verpflichtung. Diese Anforderung ergibt sich aus dem Selbstverständnis eines verantwortungsvoll handelnden Unternehmens, so auch für LANXESS als Global Player.

 

 

Unternehmens-Agenda ausrichten

Ausgangspunkt für ein angeregtes Feedback der Teilnehmer war die Vorstellung einer internen LANXESS-Analyse. Schon seit geraumer Zeit beschäftigt sich LANXESS mit einer wichtigen Fragestellung im Zuge der Sustainable Development Goals: Wie kann sich ein global agierender Chemieanbieter in die Umsetzung der SDGs einbringen und konkrete Beiträge leisten?

Ein aus zahlreichen Fachleuten unterschiedlicher Business Units zusammengesetztes LANXESS-Team stellte den Teilnehmern mit der SDG-Matrix ein neues Tool vor. Erstmals konnte damit ein Abgleich der wesentlichen Unternehmensthemen mit den SDGs erfolgen und eine umfassende Bewertung der  weltweiten Aktivitäten dokumentiert werden. Dabei ging es weniger um den absoluten Umfang der Maßnahmen, sondern zunächst um die strukturelle Klärung des Gesamtprozesses – die dann eine intensive Begleitung der weiteren Entwicklung möglich macht.

Komplexität reduzieren und Andockstellen für LANXESS im Bereich Corporate Responsibility identifizieren stand im Vordergrund der Betrachtung. Dabei wurden insbesondere die Dimensionen „Übereinstimmung mit den SDGs“ und „Intensität der Maßnahmen“ analysiert und visualisiert.

SDG-Matrix weiterentwickeln

So bunt wie das während der Veranstaltung live gemalte Bild mit Zitaten, Schlagworten, Bildern und Impressionen, waren auch die vielen konstruktiven Beiträge. Schwerpunkt der anschließenden Diskussion: Herauszufinden, welche Anregungen und konkreten Ansatzpunkte die externe Sicht auf die LANXESS-Themen den Verantwortlichen liefert.

Die SDG-Analyse in Form der Matrix fand breite Zustimmung ebenso wie die strategische Betrachtung der einzelnen Themenfelder. Zusammenfassend lassen sich drei Kernbereiche festhalten, die sich die Teilnehmer – stellvertretend für die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen – wünschten:

  • Authentische Kommunikation – kein Schönreden und keine Projektversprechen, sondern klare Standortbestimmung
  • Transparenz – Einblicke in die Umsetzungsmaßnahmen, um die Entwicklung mitverfolgen zu können
  • Gleichgewicht in der Darstellung – was ist geschafft und wo muss noch geliefert werden

Positiv wurde auch die Priorisierung der wichtigsten SDGs bewertet – generell wäre ein standarisierter Ansatz der Branche wünschenswert. Darüber hinaus formulierten die Teilnehmer klare, weiterführende Empfehlungen zum SDG-Konzept, die sich im Schwerpunkt auf die Bereiche Globalität und Kommunikation bezogen. Die Einbeziehung der weltweiten Standorte in ein gemeinsames, zusammenhängendes Konzept wurde dabei ebenso thematisiert wie der Wunsch nach einer offenen Kommunikation, die auch negative Einflüsse und „offene Baustellen“ nennt. Ebenso intensiv diskutierten die Teilnehmer über eine erforderliche Priorisierung der Ziele.  

SDG-Maßnahmen konkret planen

Im abschließenden Block des Round Table wurde anhand eines konkreten Projektbeispiels darüber diskutiert, wie sich Kundenanforderungen, Digitalisierung und die Veränderungen der globalen Märkte auf die Entwicklung der Chemie auswirken. Diskussionsgrundlagen lieferte ein spannender Vortrag zu einem konkreten Projekt aus der Business Unit Leather. In einem Pilotprojekt wurde in enger Zusammenarbeit mit einem Forschungsinstitut eine vollkommen neuartige Technologie zur Wiederverwertung von Resten in der Lederherstellung entwickelt.

Durch den Aufbau einer modularen Anlagenstruktur ist eine Produktion vor Ort möglich. Die in der Aufbereitung verwendeten Hauptrohstoffe sind neben pflanzlicher Biomasse auch kollagenhaltige Falzspäne und Schnittabfälle. Daraus können direkt bei der Ledergerberei die Nachgerbstoffe der Marke „X-Biomer“ hergestellt und weiterverwendet werden. Unter dem Titel „Ressourceneffiziente Herstellung von Lederchemikalien“ (ReeL) hat der LANXESS-Geschäftsbereich Leather bereits in Zusammenarbeit mit dem Leverkusener Forschungsinstitut INVITE eine voll funktionsfähige Pilotanlage gebaut.


Der innovative Weg – unmittelbar einzahlend in das SDG Nr. 12 – löste rege Diskussionen aus. Im Raum stand daher die Frage nach der Zukunft der Chemie: modular, digital und /oder zirkulär?

 
Die Teilnehmer beleuchteten das Themenfeld aus sehr unterschiedlichen Perspektiven. Neue Geschäftsmodelle, die Neugestaltung von Stoffströmen und Kreisläufen, aber auch soziale und zeitliche Aspekte wurden dabei angesprochen und ausgetauscht.

Gesprächskultur fördern

Das Round Table-Format kam an. Das wurde von allen Beteiligten ausdrücklich betont. Insbesondere die transparente Kommunikation unter den Teilnehmern, die vielfältige Besetzung des Teilnehmerfelds und die breitgefächerte Einbindung von Fachverantwortlichen – was bei vergleichbaren Veranstaltungen wohl häufig zu kurz kommt. Die professionelle Moderation und Methodik rundeten den sehr positiven Eindruck ab.

Einig waren sich alle Teilnehmer, dass der fruchtbare Diskurs unbedingt weitergeführt werden muss – gerne auch mit Vertretern der Zivilgesellschaft und Politik. Für LANXESS eine gelungene Veranstaltung, die viele spannende Empfehlungen und Anregungen für die Ausgestaltung der SDG-Konzepte geliefert hat.


Sebastian Röhrig, Leiter Corporate Responsibility bei LANXESS, ist hochzufrieden mit dem Ergebnis: „Wir wollen weitere, deutliche Fortschritte bei unseren wesentlichen Themen im Sinne der Sustainable Development Goals erzielen und so die „Agenda 2030“ unterstützen. Das Feedback der Teilnehmer hilft uns dabei ungemein. Wir freuen uns auf den nächsten Round Table.“

 

 

Kontakt

Sebastian  Röhrig

Sebastian Röhrig
Leiter Corporate Responsibility

Telefon: +49 221 8885 1099

Fax: +49 221 8885 1769

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