Produktportfolio Bewertung - LANXESS
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Bewertung des Produktportfolios

Umfassende Analyse unseres Produktportfolios unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten

Effektives nachhaltiges Handeln setzt voraus, dass wir die Auswirkungen unserer unternehmerischen Tätigkeit – positiv wie negativ – möglichst genau kennen. Mit einem eigens dafür entwickelten Bewertungssystem haben wir ein strategisches Steuerungsinstrument geschaffen, das es uns ermöglicht, die Nachhaltigkeitsleistung unseres Produktportfolios in der ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Dimension systematisch zu bewerten und zu verbessern.

Das kontinuierlich optimierte System analysiert die Wirkungen und den Nutzen unserer Produkte anhand von Kriterien, die wir für unser Unternehmen und die Gesellschaft insgesamt als relevant erachten.

Basierend auf diesem Kriterienkatalog nehmen wir jährlich als Teil unseres Strategieprozesses eine Bewertung unseres kompletten Produktportfolios vor – mit anschließender Prüfung durch ein internes Expertengremium. Die Ergebnisse zeigen uns, welche unserer Produkte die von uns definierten Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen und Lösungsbeiträge für zentrale Nachhaltigkeitsherausforderungen leisten.

Im gesamten LANXESS Konzern arbeiten wir intensiv mit den Erkenntnissen dieser Bewertung, um die Nachhaltigkeitsleistung unseres Produktportfolios weiter zu verbessern. Das nochmals vertiefte Verständnis der Fähigkeiten unserer Produkte kann darüber hinaus wichtige Innovationsimpulse setzen. Daneben wird aber auch deutlich, in welchen Bereichen noch Handlungsbedarf besteht – der in konkreten Verbesserungsprozessen münden, ebenso aber auch darauf abzielen kann, im Stakeholderdialog Akzeptanz für eine bestimmte Thematik zu schaffen.

Folgende Beispiele zeigen, wie wir aus unserer Analyse konkrete Maßnahmen ableiten.

Einstellung der Produktion von HBCD-haltigen Flammschutzmitteln

LANXESS hat sich zur Einstellung des Verkaufs von Hexabromcyclododecan (HBCD) verpflichtet und wird global HBCD als Bestandteil seiner Produkte bis Ende 2018 eliminieren.  HBCD wird aufgrund seiner Eigenschaften in Anhang A (Eliminierung) des Stockholmer Übereinkommens über persistente organische Schadstoffe als persistente, bioakkumulierbare und toxische Substanz (PBT) geführt. Das Unternehmen unterstützt in Zusammenarbeit mit seinen Kunden den Wechsel von HBCD-haltigen Flammschutzmitteln zu Alternativen wie z. B. LANXESS Emerald Innovation 3000, einem hochwirksamen, nachhaltigen und bromierten polymeren Flammschutzmittel. Das Geschäft mit HBCD wurde von LANXESS im Rahmen des Erwerbs des US-amerikanischen Unternehmens Chemtura übernommen, der im April 2017 erfolgreich abgeschlossen wurde.

Ersatz von Alkylphenolethoxilaten (APEO)

LANXESS ist bestrebt, bis 2020 die als APEO klassifizierten Dispergiermittel in seinen Formulierungen zu ersetzen und wird in diesem Zeitraum neu  formulierte Produkte anbieten, die auf APEO-freien Dispergiermittelsystemen basieren. Stoffe, die zur Klasse der Alkylphenolethoxilate (APEO) gehören, werden weitgehend als technische Dispergiermittel in wasserbasierenden Zusammensetzungen verwendet, unter denen insbesondere Nonylphenolethoxilate als endokrine Disruptoren wirken.

Senkung der Exposition zu potentiell krebserregenden Stoffen durch Low-Free-Produkte

Durch die Verbesserung der Produktlinie hochreiner Polyurethan-Prepolymere, die als Low-Free-Produkte bekannt sind, hat die Geschäftseinheit LANXESS Urethane Systems ihre weltweite Technologieführerschaft erneut unter Beweis gestellt. Durch die Nutzung der neuen Produkte mit sehr niedrigem Restmonomergehalt, wird die Exposition der Arbeiter zu potentiell krebserregenden Stoffen gesenkt. Darüber hinaus zeichnet sich die Produktlinie durch eine verbesserte Verarbeitungsfähigkeit und Produktqualität aus, wodurch sie sich selbst für anspruchsvollste Anwendungen wie z. B. Anwendungen in der Reifen-, Gieß- sowie der Klebstoffindustrie eignet.

Senkung der Verwendung von gefährlichen Stoffen in Textilien und Leder

Im Jahr 2018 hat sich LANXESS dem ZDHC Roadmap to Zero Programme, einer Vereinigung von mehr als 80 Unternehmen innerhalb der weltweit größten Initiative für Nachhaltigkeit in der Textil- und Bekleidungsindustrie, angeschlossen. Das ZDHC-Programm verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz zur Reduzierung des Einsatzes von gefährlichen Stoffen in der globalen Wertschöpfungskette von Textilien, Leder und Schuhen. Die im Jahr 2011 ins Leben gerufene ZDHC Foundation, hat sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit und Chemikalienmanagement zu verbessern. Das „ZDHC Gateway – Chemical Module“ ist die erste kompatible ZDHC-Datenaustauschplattform, die es Herstellern von chemischen Substanzen und Formulierungen ermöglicht, in Übereinstimmung mit den ZDHC-Standards und -Tools Informationen sicher auszutauschen. Markenhersteller sowie Textil-, Schuh- und Lederlieferanten verwenden das Modul, um die Einhaltung der ZDHC-Industriestandards sicherzustellen, und um den Einsatz von gefährlichen Chemikalien zu reduzieren.

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Sebastian  Röhrig

Sebastian Röhrig
Leiter Corporate Responsibility

Telefon: +49 221 8885 1099

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