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25. Januar 2012 | Konzern News
World Economic Forum...energized by LANXESS
Davos, Schweiz - Einmal im Jahr pilgern alle Politiker, Wirtschaftsbosse und Fachexperten zum „World Economic Forum“ in den exklusiven Skiort Davos in der Schweiz. Dieses Jahr werden 2.600 Teilnehmer erwartet. Das Forum ist eine unabhängige, internationale Organisation. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, den Zustand der Welt zu verbessern, in dem es wirtschaftliche, politische, akademische und weitere Führungspersönlichkeiten zusammen bringt, um globale, lokale und industrielle Fahrpläne zu diskutieren. Das diesjährige WEF sieht die folgenden Themen vor: „Wachstum und Beschäftigungsmodelle“, „Leadership und Innovationsmodelle“, „Nachhaltigkeit und Ressourcenmodelle“ und „Soziale und Technologische Modelle“
Jetzt ist es wieder so weit. Am 25. Januar eröffnete Bundeskanzlerin Angela Merkel offiziell die Veranstaltung mit einer Ansprache. Mit dabei ist auch LANXESS Vorstandsvorsitzender Axel C. Heitmann, um den Konzern dort zu vertreten.
Lesen Sie hier folgendes Statement des CEOs:
„Die Fakten sind eindeutig und lassen wenig Interpretationsspielraum.
Erstens: Weltweit ist der Rohstoffverbrauch in den letzten 30 Jahren um 70 Prozent gestiegen. Zweitens: Allein der Ölverbrauch würde sich verdoppeln, wenn China morgen denselben Lebensstandard hätte wie die USA. Drittens: Die Ölvorräte gehen über kurz oder lang zur Neige. Ihre Nutzung wird immer teurer. Viertens: Die von Menschen verursachte Klimaveränderung schreitet weiter voran. Die internationale Politik kann sich zu abgestimmten und dennoch wirksamen Gegenmaßnahmen bislang nicht durchringen – siehe Durban. Fünftens schließlich: Ein Weltwirtschaftssystem ohne Wachstum ist trotz allem nicht realistisch.
Die Schlussfolgerung liegt deshalb auf der Hand: Wenn nicht die Wirtschaft selbst einen Weg weist, um ihre Existenz auf lange Sicht zu sichern wird sie sich ihrer eigenen Grundlagen berauben. Dieser Weg aber kann nur heißen: Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch müssen immer weiter voneinander entkoppelt werden. Denn das bedeutet Nachhaltigkeit: aus „Weniger“ „Mehr“ zu machen. Wie das geht, zeigt schon heute als Vorreiter die Chemie-Industrie, beispielsweise bei der Energie-Effizienz: Jede Tonne Klimagas, die heute weltweit im Zusammenhang mit der Chemie-Produktion entsteht, hilft an anderer Stelle, bis zu zweieinhalb Tonnen einzusparen!
Gerade die deutsche Chemieindustrie ist auf diesem Weg schon ein gutes Stück voran gegangen. Andere werden ihr folgen, wenn es jetzt darum geht, die Chancen der neuen Nachhaltigkeitstechnologien entschlossen zu nutzen. Manche nennen das „grün“, andere nennen es „blau“ – im Kern jedoch ist es vor allem eines: Technologie.
Abfälle und nachwachsende Rohstoffe etwa können mit ihrer Hilfe ölbasierte Ausgangsmaterialien immer öfter ersetzen. Moderne Abgasreinigung kann die CO2-Emissionen dramatisch senken. Und Fortschritte bei intelligenten Basisprodukten helfen quer durch alle Industrien, Energie und Rohstoffe zu sparen und Emissionen zu senken. Autoreifen etwa erhalten schon bald in ganz Europa eine einheitliche Kennzeichnung. Genau wie bei Kühlschränken informiert sie die Verbraucher über den jeweiligen Beitrag zur Klimaschonung, denn besserer Kautschuk bedeutet weniger Rollwiderstand und das heißt: weniger Kraftstoffverbrauch. Bis zu 50 Millionen Tonnen CO2 würden jährlich weniger emittiert, wenn schon heute alle Pkw und Lkw mit den bestmöglichen Reifen ausgestattet wären. LANXESS als weltweit führender Hersteller von synthetischem Kautschuk macht das möglich.
In die industrielle Erschließung solcher Perspektiven gilt es deshalb heute ebenso zu investieren wie in die Nutzung neuer Energieformen und in die weitere Steigerung von Energieeffizienz bei der eigentlichen Produktion. Denn: Ein solcher Kurs der Nachhaltigkeit zahlt sich nicht nur ökologisch und ökonomisch aus. Er bringt auch soziale Vorteile. Investition in zukunftsweisende Technologien sichern schließlich nicht nur Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze im Westen. Sie schaffen auch bessere Lebensbedingungen in den aufstrebenden Volkswirtschaften. Für beides trägt die globale Wirtschaft Verantwortung.“