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Wenn es um den Arbeitschutz beim Umgang mit Öl, Kraftstoffen und anderen zersetzenden Substanzen geht, kommen die Hersteller von entsprechender Schutzkleidung wie Gummistiefel, Handschuhe und von technischen Textilien für Schutzanzüge nicht an zuverlässig ölbeständigen NBR-Kautschuktypen wie Perbunan®, Krynac® und Baymod® N oder an SBR-Kautschuk wie Krylene® beziehungsweise Krynol® vorbei. Die Sohlen von Feuerwehr-, Bau- und Sicherheitsstiefeln bestehen häufig aus SBR-Kautschuk beziehungsweise dem XNBR-Kautschuk Krynac® X, der öl-, säure- und laugenbeständig, dazu auch noch rutschfest und abriebbeständig ist.
Technische Textilien zur Herstellung von Schutzbekleidung sind in der Regel mit hochresistenten, mediendichten Barriereschichten aus einer Kombination von elastomeren Verbundwerkstoffen mit einer eingearbeiteten, sehr dünnen Polymerschicht versehen. Diese schützt Träger von Anzügen aus solchem Material gegen schädliche Substanzen wie beispielsweise Chlor, Chlorkohlenwasserstoff oder Ammoniak und ist gegenüber Säuren, Laugen und aggressiven Chemikalien beständig.
Die elastische Schutzschicht enthält häufig einen Butyl- oder NBR-Kautschuk (Krynac®, Perbunan®, Baymod® N). Zusammen mit Schutzhandschuhen und Stiefeln aus NBR- oder SBRKautschuk eignet sich eine solche Ganzkörper-Schutzbekleidung sowohl für zivile als auch militärische Einsätze. Da auch Baypren® sehr beständig gegen Chemikalien, Öl und Sonnenlicht ist, dient es häufig auch als Werkstoff zur Herstellung von chemikalienbeständigen Schutzhandschuhen.
Wenn es um den thermischen Schutz in kaltem Wasser geht, genießt Chlorbutadien-Kautschuk (CR) wie Baypren® Priorität. Das geschäumte Material enthält – gleichmäßig verteilt – viele kleine Luftbläschen, die ihm seine hervorragende thermische Isoliereigenschaft geben. Deshalb steht CR bei Herstellern von Kälteschutzanzügen für den Wassersport – Tauchanzüge, Surfanzüge, Paddleranzüge – hoch im Kurs. Je nach gewünschtem Grad der Kälteisolierung ist das Material zwischen 2,5 und 8 Millimeter dick, wobei das dickere Material zwar besser isoliert, aber weniger dehnbar ist und einen höheren Auftrieb hat.
Normalerweise sind beide Seiten des Gummis mit Textilgewebe kaschiert, wodurch die Oberfläche geschlossen und weniger anfällig für Beschädigungen wird. Einseitig kaschiertes Material eignet sich vor allem für Dichtungsstreifen innerhalb der Schutzkleidung. Es gibt auch beidseitig unkaschierte Taucheranzüge, die zwar empfindlicher, dafür aber besonders elastisch sind. Dadurch liegen Anzüge aus solchem Material dichter auf der Haut, halten so das Wasser besser vom Körper ab und erlauben eine deutlich größere Bewegungsfreiheit als kaschiertes Material.