LANXESS worldwide

Corporate Website en | de

Asia

EMEA

Americas

Interaktive Weltkarte

Hier finden Sie alle Kontakt-Informationen zu den weltweiten LANXESS Standorten.

mehr erfahren
Kontakt

Hofmanns Erben

Noch größere Bedeutung erlangte der synthetische Kautschuk, als man es schaffte, Kautschuk-Bausteine wie Hofmanns Methylisopren schneller und besser zu Kettenmolekülen aufzureihen. Der Stoff, der dies möglich machte, war Natrium. Mit Hilfe dieses Metalls und vieler Verfahrenstricks konnten Hofmanns Nachfolger in den 1920er Jahren aus Butadien einen weiteren Synthesekautschuk herstellen. Dieser ging unter der Bezeichnung „Buna“ – von Butadien und Natrium – in die Geschichte ein.

Kurze Zeit später gelang den Bayer-Chemikern Walter Bock und Eduard Tschunkur eine weitere Verbesserung. Vor allem Bock kommt das Verdienst zu, Butadien mit einem weiteren viel versprechenden Baustein zu verbinden – dem Styrol. Damit war der so genannte „Styrolkautschuk" Buna S geboren, der in weiterentwickelter Form noch heute ein Hauptbestandteil von Automobilreifen ist. Das Patent auf die so genannte Copolymerisation von Butadien und Styrol wurde am 21. Juni 1929 erteilt. Für ihre Verdienste erhielten die Buna-Erfinder viele Auszeichnungen. So wurde Bock u.a. posthum vom Institute of Polymer Science der University of Akroyd geehrt: 1979 nahm das Institut den Chemiker in die "International Rubber Science Hall of fame" auf.

Ein weiterer Kautschuk aus Leverkusen machte auf sich aufmerksam: Der Nitrilkautschuk Buna N, erfunden von den Chemikern Eduard Tschunkur, Helmut Kleiner und Erich Konrad. Das Patent auf den neuen Öl abstoßenden Kautschuk wurde am 26. April 1930 erteilt. Ab 1938 benannte man das bemerkenswerte Elastomer in Perbunan um, um es besser von Buna S abzugrenzen.

Immer weitere Kautschuke aus den Reaktoren der chemischen Industrie kamen auf den Markt, die jeweils neue technische Eigenschaften mitbrachten. Hinzu kamen zahllose Innovationen im Bereich der Kautschukchemikalien, die zur Herstellung von Gummi benötigt werden, zum Beispiel Alterungsschutzmittel und Vulkanisationsbeschleuniger wie Vulkanox und Vulkacit. An vielen dieser Entwicklungen waren Chemiker und Techniker von LANXESS maßgeblich beteiligt.

  • Bilder